Arthrosetherapie

Schepers 04 12Die Wirkung der KernspinResonanzTherapie

Bericht ORTHOpress April 2012

Unsere Gelenke funktionieren nicht immer so, wie sie sollten. Das bekommen vor allemMenschen mit Arthrose zu spüren, die sich oft kaum noch schmerzfrei bewegen können. Eine Methode, die Abhilfe verspricht, ist die KernspinResonanzTherapie.

Der Kölner MedizinerPaul Schepers jun. vom Arthrosezentrum Köln-Weiden hält dieses Verfahren für eine geeignete Methode, um Arthrosepatienten schonend zu behandeln.

Auch jüngere Frauen und Männer müssen sich mit Gelenkverschleiß auseinandersetzen. Das ist nicht zuletzt dann für die Betroffenen äußerst unangenehm, wenn sie körperlich sehr aktiv sind und eine sportliche Betätigung fest in ihren Alltag eingeplant haben. Aber natürlich leiden auch Menschen im fortgeschrittenen Alter, die ja heutzutage meist viel mehr im Leben stehen, als es noch vor einigen Jahrzehnten der Fall war, sehr darunter, wenn sie in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind.“

Signalgebung in den Zellen

Einen Ausweg kann in vielen Fällen die KernspinResonanzTherapie bieten. Dieses Verfahren macht sich bestimmte Eigenschaften unseres Körpergewebes zunutze. „Jedes Gewebe besitzt einen Stoffwechsel, der durch elektrische und magnetische Felder gesteuert wird“, erläutert Paul Schepers jun. „Bei einer gesunden Zelle wird die Regeneration durch körpereigene Signale reguliert. Ganz anders liegt der Fall, wenn es sich um geschädigtes Gewebe, z. B. Knorpel, handelt. Dann kommt es häufig zu einer gestörten Signalgebung. Folglich können sich die Zellen nicht mehr regenerieren und sie sterben ab. Das führt dann zu einer fortschreitenden Knorpelzerstörung und dadurch bedingt zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.“ Die KernspinResonanzTherapie greift genau an dieser Stelle ein. Ihr Ziel ist es, die gestörte körpereigene Signalgebung zu korrigieren und die ursprünglichen, gesunden Prozesse wiederherzustellen. Das Verfahren wurde aus der bereits seit Jahren in der Diagnostik verwendeten Kernspin-Resonanz-Computer-Tomografie abgeleitet. Paul Schepers jun.: „Mithilfe von Spulensystemen werden statische und elektromagnetische Felder, sogenannte Kernspin-Behandlungsfelder, erzeugt. Dadurch soll der Stoffwechsel angeregt und das Potenzial der einzelnen Zellen reanimiert werden. Für die Patienten ist die Behandlung völlig schmerzfrei und ohne Nebenwirkungen.“ Die KernspinResonanzTherapie lässt sich sowohl in der Arthrosebehandlung als auch in der Osteoporose-Therapie einsetzen. Darüber hinaus hilft sie bei der Versorgung von Sportverletzungen wie z. B. Bandrupturen oder Verstauchungen, Sehnenreizungen (Epicondylitis, Achillessehnenreizungen) und Knochennekrosen sowie der Frakturbehandlung.

Besserung nach sieben Sitzungen

In der Regel stellt sich bereits nach sieben bis zehn Sitzungen eine Besserung ein. Der Kölner Mediziner weist darauf hin, dass die Erfolgsaussichten umso größer sind, je früher mit der Therapie begonnen wurde. „Bei einer Arthrose im Frühstadium besteht eine realistische Chance, dass die Belastbarkeit des Gelenks wiederhergestellt und zumindest für einige Jahre Beschwerdefreiheit erreicht werden kann. Liegt eine mittelschwere Arthrose vor, so steht das Bemühen im Vordergrund, die Belastbarkeit zu verbessern und die Restbeschwerden so weit wie möglich zu reduzieren. Bei einem komplett zerstörten Gelenkknorpel dagegen bestehen kaum Aussichten für eine erfolgreiche Therapie.“