Mein neues altes Knie

Orthopress 10 2013Ein Erfahrungsbericht sechs Jahre nach der Therapie

Bericht ORTHOpress Oktober 2013

Bei der KernspinResonanz-Therapie wird die Regeneration von erkranktem Gewebe schonend anregt. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Paul Schepers jun. wendet das Verfahren im Arthrosezentrum Köln-Weiden erfolgreich an.

Horst Steinhoff (72) belastete seinen Rücken durch eine Knochenerkrankung in der Kindheit jahrelang falsch.

Dadurch hat er verschiedene Beschwerden am Bewegungsapparat, die er mit der KernspinResonanz- Therapie behandeln lässt.

Er vertraut auf das Verfahren, da es ihm schon mehrfach geholfen hat. Erstmalig damit behandelt wurde er 2007 am Knie, was seitdem beschwerdefrei ist. Damals hatte er so starke Schmerzen, dass er sich ohne Krücken nicht fortbewegen konnte. Heute ist Horst Steinhoff wegen einer schmerzenden Achillessehne in die Kölner Praxis gekommen und berichtet dabei von seiner Erfahrung mit der KernspinResonanz-Therapie: „Die Bewegungseinschränkung durch das schmerzende Knie war für mich schlimm, da ich gerne aktiv bin. Es schien zunächst so, als ständen mir nur die Möglichkeiten eines künstlichen Gelenkes oder des Ausharrens unter Schmerzmedikamenten zur Wahl. Als ich dann in die Praxis von Herrn Schepers' Vater kam, erklärte mir dieser die KernspinResonanz-Therapie. Insgesamt an neun kurz hintereinander folgenden Terminen legte ich mein Knie für eine Stunde in die Spule, die die Kernspinfelder erzeugt. Man spürt dabei nichts und kann lesen, Musik hören oder einfach dösen. Ungefähr zwei Wochen nach der letzten Sitzung bemerkte ich erste Fortschritte. Ab dann wurden meine Knieschmerzen immer weniger, bis sie ganz ausblieben. So ist es bis heute geblieben. Ich bin froh, dass ich mich nicht operieren ließ. Man hat mir gesagt, dass mir diese Möglichkeit später immer noch offen steht. Vorher würde ich aber auf jeden Fall erst einmal wieder zur KernspinResonanz-Therapie gehen. Dann weiß ich, dass ich alles versucht habe. Auch für Hals- und Lendenwirbelsäule, Schultern und das andere Knie habe ich die Therapie bereits genutzt."

Konservativ vor operativ

Doch wie wirkt die KernspinResonanz- Therapie? Paul Schepers erklärt: „Die Therapie ist nicht-invasiv, schmerz- und nebenwirkungsfrei und setzt an der Ursache der Beschwerden an. Sie nutzt den Umstand, dass sich Atome im Körper durch den Einfluss von elektromagnetischen Feldern bewegen. Das Diagnoseinstrument der Kernspintomografie, aus dem das Verfahren entstanden ist, errechnet daraus Schnittbilder. Das Therapiegerät benötigt eine niedrigere Feldstärke.
Entscheidend ist hier die jeweils auf die Erkrankung abgestimmte Frequenz. Die positive Wirkung auf die gestörte Signalgebung der Zellen regt körpereigene Selbstheilungsmechanismen an. Die KernspinResonanz-Therapie kann bei Arthrosen, Nekrosen, Osteoporose, Sportverletzungen oder wenn Endoprothesen schlecht einheilen angewendet werden. Auch die Kombination mit anderen konservativen Verfahren wie z. B. der Behandlung mit Hyaluron ist möglich. Bei rund 80 Prozent der Patienten, die nach einer gründlichen Diagnose die Therapie durchlaufen, tritt der gewünschte Erfolg ein."

Nach der Therapie ist es wichtig, Muskeln und Gelenke durch Bewegung zu stärken. Paul Schepers: „Keine orthopädische Maßnahme funktioniert ohne anschließenden Muskelaufbau." In den ersten drei Monaten nach der Kernspin- Resonanz-Therapie sollten die Patienten eher leichteren Belastungen ausgesetzt sein und diese langsam steigern. Sind sie danach schmerzfrei, können gelenkschonende Sportarten nach ärztlicher Rücksprache ausgeübt werden.

von Steffanie Zerres