Therapeutisches Kernspin

Schepers 03 13Die Bandscheiben neu „aufladen“

Bericht ORTHOpress März 2013

Nicht Sport-, Auto- oder Haushaltsunfälle sind die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit: Es sind die Rückenerkrankungen, die selbst junge Menschen manchmal für Monate in eine Auszeit zwingen. „Verantwortlich dafür sind in vielen Fällen die ‚Stoßdämpfer’ unserer Wirbelsäule, die Bandscheiben“, erläutert der Orthopäde Paul Schepers jun. vom Arthrosezentrum Köln-Weiden.

Schon ab dem 20. Lebensjahr verliert der Gallertkern der Bandscheibe an Flüssigkeit und Elastizität, das Volumen der Bandscheibe nimmt ab. Schepers: „Die Bandscheiben werden also immer dünner, sodass die Wirbel immer näher aufeinander sitzen. Dazu kommt es bei den solcherart vorgeschädigten Bandscheiben schneller zu einem Bandscheibenvorfall, bei dem der Gallertkern austritt und Nerven schmerzhaft bedrängt.“

OP muss nicht immer sein

Dabei wird heute viel zu oft operiert, obwohl längst nicht alle konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, wissen Mediziner zu berichten. Eine völlig schmerzfreie und sanfte Behandlungsmethode ist die MBSTKernspinresonanztherapie, wie sie im Arthrosezentrum in Köln-Weiden eingesetzt wird. Dabei liegt der Patient bequem und ohne jedes Engegefühl in der offenen MBST-Spule, welche die Kernspinfelder erzeugt und diese spezifischen Frequenzen an die Gewebezellen abgibt. Die Bandscheiben werden so im übertragenen Sinne „aufgeladen“ und zur Regeneration angeregt. „Besonders gute Erfolge beobachten wir mit der Therapie bei Bandscheibenproblemen und Verschleiß der kleinen Wirbelgelenke“, erklärt Paul Schepers jun. Selbst Patienten mit starken Beschwerden, bei denen manchmal ein OP-Termin schon feststand, bleiben häufig über längere Zeiträume schmerzfrei und erleben eine stark verbesserte Beweglichkeit. Neben der Behandlung von Rückenschmerzen wird die MBSTKernspinresonanztherapie von Schepers daher auch gern bei Arthrose an allen großen und kleinen Gelenken eingesetzt. von Stefan Freibarth