Wieder fit nach Bandscheibenvorfall

K 78 SchepersDurch physikalische Unterstützung der Zellen

ORTHOpress 2 / 2014

Die Diagnose Bandscheibenvorfall beinhaltete zwar keine dringende OP-Indikation, aber nur symptomatisch behandeln, Schmerzmedikamente einnehmen und abwarten, das wollte Otto D. auch nicht. Dafür waren seine Beschwerden – Schmerzen, die bis ins Bein ausstrahlten – und die dadurch bedingten Einschränkungen zu groß. Durch die KernspinResonanzTherapie, die bei dem Orthopäden Paul Schepers im Arthrosezentrum Köln-Weiden durchgeführt wurde und anschließende Physiotherapie ist er heute beschwerdefrei.

Unter einseitigen Körperhaltungen, wie langem Sitzen, kann der Rücken leiden. Otto D., der im Außendienst tätig ist und zum Teil lange Strecken über im Auto sitzen muss, ist zum Ausgleich in seiner Freizeit daher sportlich sehr aktiv. „Ich merke, wie gut mir der Sport tut und vermisse das, wenn es einmal zeitlich nicht klappt“, berichtet er. Eine Zwangspause musste er im letzten Jahr einlegen, als er einen Bandscheibenvorfall im unteren Rücken hatte. Er erzählt: „Die Schmerzen im Rücken zogen über den Oberschenkel bis hin zu den Füßen. Außerdem spürte ich ein Kribbeln im Bein. Gehen und aus dem Auto aussteigen fiel mir schwer.“ Sein behandelnder Arzt Paul Schepers beschreibt den Fall: „In der Bildgebung war ein Bandscheibenvorfall zu sehen. Die Lokalisation zwischen dem dritten und vierten Lendenwirbel passte zu den beschriebenen Missempfindungen. Die Hautareale, an denen sie auftreten, können entsprechenden Nerven und damit auch deren Austrittsstellen an der Wirbelsäule zugeordnet werden, man spricht dabei von Dermatomen. Die Parästhesie (Missempfindung) in den Beinen wurde zur Sicherheit von einem Neurologen abgeklärt. Dies ist wichtig, weil Patienten Taubheitsgefühle nicht selten mit leichtem Kribbeln verwechseln. Sind Körperpartien nicht mehr empfindungsfähig oder besteht beispielsweise eine Fußheberschwäche, liegt wahrscheinlich eine Nervenschädigung vor, was meist einen operativen Eingriff erfordert.“ Dies war bei Otto D. nicht der Fall. Paul Schepers riet ihm zu der konservativen KernspinResonanzTherapie, mit der Otto D. bereits bei anderen Beschwerden gute Erfahrungen gemacht hatte. Er ist von dem ursächlichen Ansatz überzeugt: „Einfach nur Schmerzmedikamente einnehmen, ohne an den Ursachen zu arbeiten, das wollte ich nicht.“

Körpereigene Reparaturvorgänge fördern

Paul Schepers: „Die KernspinResonanz- Therapie funktioniert mit elektromagnetischen Feldern. Diese fördern die Selbstheilungsmechanismen des Körpers. Das Verfahren kann unter anderem bei Sportverletzungen, Arthrosen, Osteoporose und Bandscheibenerkrankungen angewendet werden, da Weichteilgewebe auf die Therapie anspricht. Während der Behandlung liegt oder sitzt der Patient so, dass der zu behandelnde Körperbereich sich in einer speziellen Spule befindet. Die Behandlung ist völlig schmerz- und nebenwirkungsfrei. Es werden meist ungefähr neun aufeinanderfolgende Sitzungen empfohlen. Die Feldstärke wird gemäß der jeweiligen Indikation eingestellt: Zielt die Behandlung auf das Bandscheibengewebe ab, wird das Gerät anders programmiert als in Fällen, in denen eine Arthrose an den Wirbelgelenken ursächlich ist. Die Wirkung setzt in der Regel nicht direkt nach oder während der Therapie ein, sondern zeitversetzt. Wir gehen von einer ca. dreimonatigen Aufbauphase aus. Belastungen sollten in dieser Zeit gemäßigt erfolgen und langsam gesteigert werden. Später ist es aber umso wichtiger, aktiv zu sein, damit der erreichte Zustand erhalten bleiben kann.“

Otto D. berichtet, dass er ca. sechs Wochen nach Abschluss der Kernspin- ResonanzTherapie die ersten Erfolge gespürt hat: „Die anschließende Physiotherapie und Rückenschule konnte ich dann ohne Probleme durchlaufen und so wieder fit werden“. Seit über einem halben Jahr ist er nun schmerzfrei.“