Wieder schmerzfrei wandern

schepers 01 2015Kniebeschwerden sanft behandeln

ORTHOpress 1 / 2015

Das Knie gehört zu den am häufigsten degenerativ veränderten und damit schmerzenden Gelenken, weiß der Orthopäde Paul Schepers aus Köln. Er weiß auch, dass nicht jedes Knie gleich operiert werden muss und es andere, schonende Möglichkeiten gibt. Seit Jahren werden in seiner Praxis mit der KernspinResonanz- Therapie körpereigene Reparaturvorgänge erfolgreich angeregt.

Einer der Patienten, der davon profitierte, ist Herr Ley aus Kommern. Er berichtet über seine Erkrankung und die Erfahrungen mit der Therapie: „Die erste, sehr erfolgreiche, Behandlung mit der KernspinResonanz-Therapie hatte ich vor über 10 Jahren in der Praxis Schepers, als mich Schmerzen im Mittelfußbereich quälten. Diese waren vielleicht schon ein Resultat einer leichten Fehbelastung nach meiner Fußballverletzung Ende der 70er Jahre. Damals musste ich am Meniskus operiert werden, was wohl die Statik des Beins leicht verändert hat. Am Knie selbst hatte ich bis vor wenigen Jahren aber keine Probleme. 2009 begannen meine Kniebeschwerden dann und Treppen steigen beispielsweise wurde zur Qual. Meine guten Erfahrungen mit der KernspinResonanz-Therapie bewogen mich, diese auch für das Knie zu wählen.“

An der Schmerzursache ansetzen

Das Wirkprinzip der schmerzlosen und nebenwirkungsfreien Therapie ist ein physikalisches, wie Paul Schepers erklärt: „Die Therapie setzt an den Ursachen der Erkrankung an, indem ein elektromagnetisches Feld die Signalgebung der Zellen positiv beeinflusst. So werden die körpereigenen Selbstheilungsmechanismen angekurbelt. Dafür wird eine der jeweiligen Erkrankung entsprechende Frequenz am Therapiegerät eingestellt. Die Reparationskräfte des Körpers werden stimuliert, den Rest erledigt der Körper sozusagen von alleine. In ca. 80 Prozent der Fälle erzielen wir damit den gewünschten Erfolg.“ Die Anwendung der KernspinResonanz- Therapie erfolgt bei Kniepatienten im Liegen, während das Knie von einer Spule umgeben wird. Der Patient merkt davon allenfalls ein leichtes angenehmes Kribbeln. Eine Sitzung dauert ungefähr eine Stunde und je nach Indikation gibt es sieben bis zehn Behandlungen. Herr Ley hatte sieben Termine und bemerkte schnell eine Besserung: „Schon nach drei bis vier Sitzungen spürte ich, dass mein Körper sozusagen wieder in den Fluss kam und sich meine Schmerzen verringerten. Trotzdem kam ich wie empfohlen sieben Mal in die Praxis und machte nach vier Monaten eine Auffrischungsbehandlung.“ So schnell Fortschritte zu bemerken, ist nicht immer der Fall, erklärt Paul Schepers: „Herr Ley gehört zu der Patientengruppe, die sehr schnell positiv reagieren. In dem Fall fährt der Körper die Schmerzreaktion als Alarmsignal schon einmal herunter. Die Reparationsprozesse sind aber noch nicht abgeschlossen. Die ersten drei Monaten nach Abschluss der Behandlung sind eine Aufbauphase. In dieser Zeit sollte der Patient das Gelenk zwar schon wieder bewegen, aber erst einmal gemäßigt. Wenn dann später die Beschwerden nicht mehr bestehen, ist eine gelenkschonende und muskelfördernde Sportart anzuraten.“ Herrn Ley hat die Therapie viel geholfen. Bis sich durch eine unglückliche Drehung beim Heckenschneiden 2013 das Knie wieder bemerkbar machte. Paul Schepers: „So ein Trauma kann die wenigen Zellen, die bei der in diesem Fall vorliegenden Arthrose dritten Grades vorhanden sind, schlagartig schädigen.“ Doch auch mit diesen starken innenseitigen Schmerzen wollte der Patient erst einmal wieder die KernspinResonanz- Therapie nutzen. „Auch diesmal hat mir die Behandlung geholfen. Haben mir Freunde zuvor noch nahegelegt meinen Wanderurlaub abzubrechen weil ich so humpelte, bin ich doch auch dieses Jahr wieder ohne Probleme dabei gewesen,“ berichtet er.